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Die
mechanische Sicherung dieses Kugelgelenkes besteht aus einem
ovalen Knorpelring, der die kleine Pfanne etwas vergrößert
(Limbus), aus der Gelenkkapsel, diversen Bändern und -
ähnlich wie bei der Stabilisierung der Wirbelsäule
- auch hier aus einer Muskelführung über die so genannte
Rotatorenmanschette.
Die häufigsten Erkrankungen bestehen aus einer Entzündung
der Sehnen.
Als Ursache sind hier im wesentlichen zwei Faktoren zu benennen:
Knöcherne Enge der Sehnenfächer durch Arthrose und
Verkalkung infolge einer lokalen Stoffwechselstörung.
Diese Erkrankungen betreffen das höhere Lebensalter.
Im Jugendalter finden sich dagegen häufiger Verletzungsfolgen
(Auskugeln beim Sport usw.). Als Folge diverser Vorschäden
kann es zu einem Abriss der Rotatorenmanschette kommen - mit
einer erheblichen Bewegungseinschränkung des Schultergelenks.
Neben den lokalen Problemen des Schultergelenkes treten gelegentlich
auch andersartige Erkrankungen auf: rheumatische Gelenkentzündung,
Tumor, Metastase, Knocheninfarkt und andere mehr.
Eine differenzierte bildgebende Diagnostik erfolgt üblicherweise
mittels Magnetresonanztomographie.
Ellenbogen
Dieses Gelenk verbindet den Oberamknochen mit den beiden Unterarmknochen
- Elle und Speiche. Anders als beim Kniegelenk ist neben der
Scharnierkomponente – Beugung und Streckung – auch
eine gewisse Drehbewegung des Unterarms möglich.
Das körpernahe Speichenköpchen sieht aus wie ein runder
Stempel und ist durch das Ringband an der Elle befestigt. Das
knöcherne Widerlager wird durch einen seitlichen Vorsprung
der Gelenkrolle des Oberarmknochens gebildet. In der Hauptsache
wird das Gelenk allerdings durch die Ausformung der Elle geführt
- diese umfasst die Gelenkrolle des Oberarms ähnlich wie
ein Maulschlüssel.
Wie bei allen Gelenken wird der Knochen innerhalb des Gelenkes
durch Knorpelschichten bedeckt. Außen sind Gelenkkapsel
und zahlreiche Sehnen befestigt. In der Tiefe liegen geschützt
Nerven und Blutgefäße.
Die Erkrankungen sind häufig durch Verschleiß und
/ oder Unfälle bedingt, durch Stoffwechselstörungen
(z.B. Chondrome – kleine Knorpelkrümel, die sich
im Gelenk gebildet haben) oder durch Überlastungsschäden
(Tennisellenbogen). Seltener sind rheumatische Erkrankungen
oder Tumore, die theoretisch von allen Gewebsanteilen ausgehen
können, also vom Knorpel, vom Knochen bzw. von der Knochenhaut.
Hand
Die Hand bietet nicht nur durch ihr unverwechselbares Faltenrelief
eine unentbehrliche Hilfe für die individuelle Lebensplanung,
sondern bildet gleichzeitig als Tastorgan und Werkzeug eine
Grundvoraussetzung für die Sonderstellung der Primaten.
Die Feinmechanik erfordert ein komplexes Verbundsystem aus Knochen,
Gelenken, Sehnen, Muskeln – diese werden durch ein sehr
differenziertes Nervengeflecht versorgt. Auch die Steuerung
durch das Gehirn beansprucht hier wesentlich größere
Areale auf der Hirnoberfläche als zum Beispiel die Steuerung
der Hüftbewegung.
Die
Knochen bestehen aus den Enden von Speiche und Elle. Diese bilden
mit den so genannten Handwurzelknochen das Handgelenk. Die kleinen
überwiegend würfelähnlichen Handwurzelknochen
sind in 2 Reihen angeordnet. Daran schließen sich die
5 Mittelhandknochen an und letztlich die Finger.
Häufige
Krankheiten sind hier Entzündungen der Sehnenscheiden und
das Karpaltunnelsyndrom. Gelegentlich geben auch Rissbildungen
eines Knorpelplättchens (Discus triangularis) und Durchblutungsstörungen
einzelner Knochen Anlaß zur MRT.
Feine Rissbildungen der Knochen etwa nach Sturz - die manchmal
auf Röntgenaufnahmen nicht erkennbar sind - können
durch CT oder MRT dargestellt werden. |