Der
Hüftkopf bildet das körpernahe Ende des Oberschenkelknochens
und ist mit dem kurzen Schenkelhals schräg an diesem befestigt.
Der Durchmesser liegt beim Erwachsenen zwischen Tischtennisball
und Tennisball. Die Pfanne umschließt im Idealfall diesen
Hüftkopf von schräg oben. Der Bewegungsumfang ist
ähnlich wie bei der Schulter: Abspreizen, Drehen, Beugen
nur in allen Richtungen geringer.
Spezielle Hüfterkrankungen treten im Kindesalter auf: knöcherne
Fehlbildungen-Dysplasie genannt. Absterben des Knochens –
Morbus Perthes genannt. Ablösung der Wachstumsfugen.
Gelegentlich eitrige Gelenkentzündungen, die z. B. nach
banalen Infekten auf dem Blutweg infolge einer bei Kindern noch
speziell ausgebildeten Gefäßversorgung in die noch
"unfertigen" Gelenke eindringen können. Davon
müssen eher harmlose Erkrankungen - der so genannte "Hüftschnupfen"
frühzeitig und genau unterschieden werden, um eine schwerwiegende
Gelenkschädigung zu vermeiden.
Die bildgebende Diagnostik erfolgt grade bei Kindern auch aus
Strahlenschutzgründen bevorzugt mittels MRT. Bei Säuglingen
mittels Ultraschall.
Knie
Der Ellenbogen des Beines. Der Oberschenkel bildet mit der Kondylenrolle
den körpernahen Teil dieses Scharniergelenkes. Das Gewicht
wird fast zu 100% auf den oben platten Schienbeinkopf übertragen.
Die Verbindung besteht aus den beiden Kreuzbändern und
dem Innenband und dem Außenband.
Das Wadenbeinköpfchen ist hinten außen etwas unterhalb
vom Kniegelenk gut tastbar. Mechanisch lässt sich das Kniegelenk
in 3 Abschnitte unterteilen:
Innenrolle, Außenrolle und Gelenk hinter der Kniescheibe.
Aus Gründen der Ausformung und der Belastung finden sich
die meisten Probleme im Innenbereich. Zu nennen sind: Innenmeniskusriß,
Knorpelschaden, überdehntes oder gerissenes Innenband.
Eine wesentliche Information vor einer eventuellen Spiegelung
(Arthroskopie) bietet die MRT.
Sprunggelenk und Fuß
Auch hier wird das Körpergewicht fast ausschließlich
über das dickere Schienbein auf das Sprungbein übertragen.
Das Sprungbein ist als Rolle geformt und erlaubt einige Bewegungen
zusammen mit dem Innenknöchel und Außenknöchel
(Sprunggelenkgabel).
Die Giebelform überträgt das Gewicht auf das Fußgewölbe:
Fersenbein und Vorfuß. Dieses Gewölbe bleibt elastisch
gespannt durch die Faszie - eine stabile Sehnenplatte der Fußsohle.
Neben Verletzungen des Bandapparates vor allem am Außenknöchel
lassen sich Erkrankungen der Sehnen (Achillessehne) und des
Knochen-Sehnenüberganges gut darstellen. Das so genannte
Tarsaltunnelsyndrom ist – anders als das Karpaltunnelsyndrom
der Hand - meist nicht hormonell bzw. durch Wasseransammlung
in einem bindegewebigen Kanal bedingt, sondern fast ausschließlich
Verletzungsgfolge.
Bei Kindern und Jugendlichen ist die MRT gelegentlich zur stadiengerechten
Diagnose und Therapiekontrolle einer osteochondrosis dissecans
erforderlich – einer kleinen Knochennekrose, die chronischen
Gelenkschmerz verursacht und gelegentlich auch am Knie auftritt. |